Die Biotechnologie ist eine der dynamischsten Wirtschaftsbranchen unserer Zeit, ihre wertsteigernden Verfahren gehören längst zum Alltag und finden sich in vielen Bereichen wie Ernährung und Gesundheit, Landwirtschaft oder Umweltschutz. Waschmittelenzyme werden genauso mithilfe umweltfreundlicher biotechnologischer Methoden hergestellt wie Vitamine, Lebensmittelzusatzstoffe oder Antibiotika. Die Bodenseeregion verfügt über ein vielschichtiges lebenswissenschafliches Umfeld mit Forschungsinstitutionen und Unternehmen, die sich Ende 2007 zum Verein BioLAGO zusammengeschlossen haben.
Hauptziel des Verbunds ist es, Wissenschaftler und Unternehmer zusammenzubringen, Ideen in Produkte umzusetzen, für und mit den Mitgliedern marktfähige Dienstleistungen anzubieten und den Bodenseeraum als Life Science-Standort zu etablieren. Die Vernetzung erfolgt unter anderem durch mittlerweile etablierte jährliche Formate wie „Wissenschaft-trifft-Wirtschaft“ an der Universität Konstanz, dem größten Life Science-Begegnungsforum am Bodensee, die Austauschplattform „Uni meets Pharma“ für die Gesundheitsindustrie oder das branchenübergreifende „Bodensee Finanzforum“. Ein weiteres Ziel des Netzwerks ist die Einwerbung neuer Firmen an den Bodensee. Gelungen ist das beispielsweise mit der Ansiedlung der Mykotown Greentech AG oder LimCo International. Darüber hinaus organisiert BioLAGO weiterbildende Veranstaltungen, um Kinder und Erwachsene für Naturwissenschaften zu begeistern, sowie in Sachen Neue Technologien aufzuklären. Die Angebote reichen von Ausstellungen über Vortragsreihen mit der vhs bis hin zu Schüler-Praktika und „Tage der offenen Tür“ in mobilen Forschungstrucks.
BioLAGO vereint mittlerweile über 75 Mitgliedsorganisationen aus Wissenschaft und Wirtschaft, die in den Bereichen Medizin, Medizintechnik, Pharmazeutik, Diagnostik, chemische Industrie, Nahrungsmitteltechnologie und Umwelttechnologie innovative Arbeit leisten. Die Mitglieder aus Deutschland, Österreich und der Schweiz forschen im Dienste der Menschen beispielsweise nach neuen Arzneien gegen lebensbedrohliche Krankheiten, wie Diabetes oder Krebs, entwickeln biologisch abbaubare Kunststoffe zur Lösung von Abfallproblemen oder stellen hochintelligente Instrumente für medizinische Zwecke her. Der Zusammenschluss repräsentiert rund 5.700 hochqualifizierte Arbeitsplätze, darunter rund 500 Wissenschaftler in forschungs- und entwicklungsorientierten Hochschulen sowie Instituten. Dazu gehören neben Forschungseinrichtungen wie der Universität Konstanz, der Hochschule Albstadt-Sigmaringen oder der Empa (Forschungsinstitution innerhalb des Bereichs der Eidgenössischen Technischen Hochschule) aus St. Gallen, sowie Pharma- und Biotech-Unternehmen, darunter Global Players wie Nycomed und Vetter Pharma, das VIVIT-Institut in Dornbirn oder die GATC, Europas führender DNA Sequenzierdienstleister.
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